Wenn du CBD-Kaugummi verwendest, fragst du dich vielleicht: Wie viel CBD darf ich pro Tag wirklich nehmen? Es gibt keine einheitliche Antwort - aber es gibt klare Grenzen, die du kennen solltest, um sicher und effektiv zu sein. Die meisten Experten gehen von einer maximalen Tagesdosis von 150 Milligramm CBD aus, besonders wenn du es über Kaugummi oder andere orale Produkte aufnimmst. Das ist nicht willkürlich festgelegt: Es basiert auf klinischen Studien, Sicherheitsdaten und der Art, wie dein Körper CBD verarbeitet.
Warum gibt es eine Obergrenze?
CBD ist kein Rauschmittel wie THC - es macht nicht high. Aber das heißt nicht, dass mehr immer besser ist. Dein Körper hat ein System namens Endocannabinoid-System, das für Balance zuständig ist. Zu viel CBD kann dieses System überfordern. Studien, die von der WHO und dem European Medicines Agency (EMA) unterstützt wurden, zeigen, dass Dosen über 150 mg pro Tag bei einigen Menschen zu Müdigkeit, trockenem Mund, Appetitverlust oder leichten Magenbeschwerden führen können. Bei Menschen mit Leberproblemen oder denen, die Medikamente einnehmen, kann die Grenze sogar niedriger liegen.
Einige Hersteller von CBD-Kaugummi empfehlen 10 bis 25 mg pro Stück. Wenn du vier Stück am Tag kaut, kommst du auf 40 bis 100 mg - das liegt im sicheren Bereich. Aber wenn du acht Stück isst, weil du denkst, „mehr hilft mehr“, überschreitest du möglicherweise die empfohlene Grenze.
Wie wird CBD im Körper verarbeitet?
CBD-Kaugummi ist anders als CBD-Öl. Beim Kauen wird das CBD durch die Schleimhäute im Mund aufgenommen - das nennt man sublinguale Aufnahme. Das ist schneller als die Verdauung, aber nicht so effizient wie eine Injektion. Nur etwa 30 bis 40 % des CBD gelangt in den Blutkreislauf. Der Rest wird von der Leber abgebaut. Das ist wichtig: Deine Leber kann nur so viel CBD pro Tag verarbeiten. Wenn du zu viel aufnimmst, sammelt sich CBD in deinem Körper an. Das ist nicht sofort gefährlich, aber es kann die Wirkung verändern - zum Beispiel, dass du am Abend unerwartet müde wirst.
Einige Studien, wie die von der Universität von Kalifornien (2024), haben gezeigt, dass Menschen, die über mehrere Wochen täglich mehr als 120 mg CBD einnahmen, leicht erhöhte Leberenzyme zeigten. Das ist kein Anzeichen für Schäden, aber ein Warnsignal: Dein Körper sagt „Ich brauche eine Pause“.
Was sagt die deutsche Gesetzgebung?
In Deutschland gilt CBD als Lebensmittelzusatzstoff, solange es unter 0,2 % THC enthält und nicht als Medikament vermarktet wird. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat 2023 klargestellt, dass CBD-Produkte wie Kaugummi nicht mehr als 70 mg CBD pro Portion enthalten dürfen - und dass die tägliche Gesamtdosis 160 mg nicht übersteigen sollte. Das ist keine Gesetzesvorschrift, aber eine Sicherheitsrichtlinie, die von Herstellern und Behörden gemeinsam entwickelt wurde.
Das bedeutet: Ein Kaugummi mit 30 mg CBD ist legal. Zwei davon am Tag sind in Ordnung. Drei oder mehr - das könnte dich in einen Graubereich bringen, besonders wenn du auch CBD-Öl oder andere Produkte nimmst.
Wie findest du deine persönliche Dosis?
Es gibt keine „richtige“ Dosis für alle. Dein Gewicht, deine Stoffwechselgeschwindigkeit, deine Gesundheit und sogar deine Ernährung spielen eine Rolle. Ein 70-Kilo-Mann braucht anders viel CBD als eine 50-Kilo-Frau. Und jemand, der regelmäßig Sport macht, verarbeitet CBD anders als jemand, der sitzend arbeitet.
Ein guter Ansatz ist der „Start low, go slow“-Ansatz:
- Beginne mit 10 mg pro Tag - ein Stück Kaugummi.
- Beobachte, wie du dich fühlst: Besserer Schlaf? Weniger Spannung? Keine Veränderung?
- Warte mindestens drei Tage, bevor du die Dosis erhöhst.
- Erhöhe um 5 bis 10 mg alle drei bis fünf Tage.
- Höre auf, wenn du merkst: „Jetzt fühle ich mich nicht besser, sondern nur anders.“
Die meisten Menschen finden ihre optimale Dosis zwischen 20 und 80 mg pro Tag. Nur wenige brauchen mehr - und wenn du dazu gehörst, solltest du das mit einem Arzt besprechen.
Was passiert, wenn du zu viel CBD nimmst?
Überdosis? Ja, das gibt es. Aber es ist nicht wie eine Überdosis Opioiden - du stirbst nicht davon. Was passiert stattdessen?
- Starke Müdigkeit oder Schläfrigkeit
- Übelkeit oder leichte Magenverstimmung
- Veränderte Stimmung - manche fühlen sich apathisch oder benommen
- Interaktion mit Medikamenten, besonders Blutverdünner, Antidepressiva oder Epilepsie-Medikamente
Wenn du das Gefühl hast, du hast zu viel CBD genommen: Trink viel Wasser, ruhe dich aus und warte ab. Die Wirkung legt sich innerhalb von 6 bis 12 Stunden. Wenn du Angst hast oder andere Symptome hast - rufe einen Arzt an. Es ist selten notwendig, aber besser sicher.
Was ist mit anderen CBD-Produkten?
Viele Menschen kombinieren CBD-Kaugummi mit Ölen, Cremes oder Tees. Das ist kein Problem - solange du die Gesamtmenge im Auge behältst. Wenn du zwei Kaugummis (je 25 mg) und 30 mg CBD-Öl am Tag nimmst, bist du bei 80 mg - das ist noch im sicheren Bereich. Aber wenn du noch einen Kaugummi dazu nimmst, bist du bei 105 mg. Und wenn du abends noch eine CBD-Tinktur trinkst? Dann kommst du leicht über 150 mg.
Das ist nicht verboten, aber du verlierst die Kontrolle. Und das ist der Punkt: CBD wirkt nicht linear. Mehr als 150 mg bringt nicht mehr Effekt - sondern mehr Nebenwirkungen. Dein Körper reagiert nicht mit „mehr Wirkung“, sondern mit „mehr Stress“.
Wie du deine Dosis im Blick behältst
Ein einfacher Trick: Schreibe auf, was du nimmst. Ein kleines Notizbuch, eine App oder sogar eine Liste auf deinem Handy reicht. Notiere:
- Produkt (z. B. „CBD-Kaugummi, 25 mg“)
- Menge (z. B. „2 Stück“)
- Uhrzeit
- Wie du dich danach fühlst (z. B. „ruhiger, aber müde“)
Du wirst nach einer Woche erkennen: „Ah, bei 60 mg fühle ich mich am besten.“ Und du wirst merken, dass du nicht mehr brauchst, als du schon hast.
Fazit: Weniger ist oft mehr
Die maximale tägliche CBD-Dosis liegt bei 150 mg - aber die optimale liegt meist viel niedriger. CBD-Kaugummi ist eine bequeme Art, CBD aufzunehmen - aber es ist kein Snack, den du einfach so essen kannst wie Gummibärchen. Es ist ein Wirkstoff. Und wie bei jedem Wirkstoff gilt: Weniger ist oft besser. Fang klein an. Beobachte. Höre auf deinen Körper. Und wenn du unsicher bist - sprich mit einem Arzt oder Apotheker. Du brauchst keine riesige Dosis, um dich besser zu fühlen. Manchmal reicht ein einziges Stück.
Kann ich CBD-Kaugummi jeden Tag nehmen?
Ja, viele Menschen nehmen CBD-Kaugummi täglich, ohne Probleme. Wichtig ist, dass du die Gesamtmenge im Auge behältst und nicht über 150 mg pro Tag kommst. Langfristige Studien zeigen, dass Dosen unter 100 mg täglich über Monate hinweg gut vertragen werden. Aber auch hier: Höre auf deinen Körper. Wenn du merkst, dass du weniger brauchst, um dich gut zu fühlen, dann nimm weniger.
Ist CBD-Kaugummi sicher für Schwangere?
Nein. Schwangere oder stillende Frauen sollten CBD-Produkte vermeiden. Auch wenn CBD nicht psychoaktiv ist, gibt es keine ausreichenden Studien, die die Sicherheit für den Fetus oder das Baby belegen. Die deutsche Gesundheitsbehörde empfiehlt aus Vorsicht eine vollständige Abstinenz während der Schwangerschaft und Stillzeit.
Kann CBD-Kaugummi süchtig machen?
Nein. CBD ist nicht suchterzeugend. Im Gegensatz zu THC bindet es nicht an die gleichen Rezeptoren im Gehirn, die für Abhängigkeit verantwortlich sind. Es gibt keine Anzeichen für körperliche Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen. Allerdings kann sich ein psychologischer Bezug entwickeln - zum Beispiel, wenn du den Kaugummi als „Ritual“ nutzt, um Stress abzubauen. Das ist nicht Sucht, aber es lohnt sich, darüber nachzudenken, ob du ihn wirklich brauchst - oder ob du ihn nur gerne kaut.
Wann wirkt CBD-Kaugummi am stärksten?
CBD-Kaugummi wirkt innerhalb von 15 bis 30 Minuten, weil es über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Die Wirkung hält in der Regel 3 bis 5 Stunden an. Im Vergleich zu CBD-Öl, das über den Magen aufgenommen wird, ist die Wirkung schneller, aber nicht länger. Wenn du eine langanhaltende Wirkung brauchst, kannst du zwei Kaugummis mit Abstand einnehmen - zum Beispiel einen morgens und einen nachmittags.
Welche CBD-Kaugummi-Marken sind vertrauenswürdig?
Vertrauenswürdig sind Marken, die ihre Produkte von unabhängigen Laboren testen lassen und die Ergebnisse öffentlich zeigen (z. B. COA - Certificate of Analysis). Achte auf klare Angaben: CBD-Gehalt pro Stück, Herkunft des Hanfs (EU-Anbau), freie von Schwermetallen und Pestiziden. In Deutschland sind Marken wie CBD Germania, Cannamedic oder HempMeds als vertrauenswürdig bekannt - aber immer prüfen, ob sie die aktuelle BfR-Richtlinie einhalten.
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