Wenn du dich zu hoch fühlst, ist der erste Gedanke oft: Was kann ich trinken, um das abzufangen? Es ist normal, sich unwohl zu fühlen - besonders wenn du neu bist oder mehr als geplant konsumiert hast. Aber du bist nicht allein, und es gibt einfache, sichere Wege, die Wirkung zu beruhigen, ohne Medikamente oder Panik.
Wasser ist dein bester Freund
Die häufigste Ursache für Unwohlsein bei Cannabis-Konsum ist Dehydrierung. THC beeinflusst die Hormone, die für die Flüssigkeitsregulation zuständig sind. Das führt zu trockenem Mund, Kopfschmerzen und manchmal sogar Schwindel. Trinken ist nicht nur ratsam - es ist der effektivste erste Schritt. Trinke langsam, aber kontinuierlich. Ein halber Liter Wasser innerhalb von 30 bis 60 Minuten reicht meist aus, um das Unbehagen deutlich zu verringern. Vermeide große Mengen auf einmal - das kann Übelkeit verstärken.
Warum Tee helfen kann - und welcher
Ein warmes, kräuterfreies Tee ist eine der ältesten und bewährtesten Methoden. Kamillentee beruhigt den Magen und hat eine leichte sedative Wirkung, die gut zur Entspannung passt. Ingwertee hilft bei Übelkeit, die oft mit zu hohen Dosen einhergeht. Und schwarzer Tee - ja, wirklich - enthält Koffein, das die überreizten Nerven leicht dämpfen kann, ohne dich zu überstimulieren. Vermeide grünen Tee oder Matcha: Die höhere Koffeinmenge kann bei manchen Menschen das Gefühl der Überforderung verstärken.
Elektrolyte - nicht nur für Sportler
Wenn du dich besonders schwach oder benommen fühlst, könnte es an einem Elektrolyt-Mangel liegen. Cannabis kann Schweißproduktion und Elektrolytverlust erhöhen, besonders wenn du in einer warmen Umgebung bist oder dich bewegst. Ein einfaches Elektrolytgetränk aus Wasser, einer Prise Salz und einem Esslöffel Zitronensaft hilft schneller als teure Sportgetränke. Du kannst auch Kokoswasser trinken - es enthält natürliche Kalium- und Magnesiummengen, die den Körper stabilisieren.
Was du auf keinen Fall trinken solltest
Alkohol ist der größte Fehler, den du machen kannst. Kombiniert mit THC, erhöht er die Herzfrequenz, verschlimmert Übelkeit und kann zu starken Schwindelgefühlen führen. Alkohol und Cannabis wirken synergistisch - das bedeutet, die Wirkung wird nicht nur stärker, sie wird auch unvorhersehbar. Dasselbe gilt für Energy Drinks. Der hohe Zuckergehalt und die Koffeinlast können deine Nerven zusätzlich überreizen. Und Kaffee? Auch hier: Ein kleiner Schluck kann helfen, aber mehr als eine Tasse macht es nur schlimmer.
Warmes Getränk vs. kaltes Getränk - was wirkt besser?
Es gibt keine wissenschaftliche Regel, aber viele Menschen berichten, dass warme Getränke schneller beruhigen. Warum? Warme Flüssigkeiten aktivieren das parasympathische Nervensystem - das ist dein Körper’s "Ruhe- und Reparaturmodus". Kalte Getränke können bei manchen Menschen das Gefühl von Unruhe verstärken, besonders wenn sie sich kalt und zitternd fühlen. Wenn du dich aber heiß und schwitzend fühlst, ist ein kühles Getränk die bessere Wahl. Höre auf deinen Körper, nicht auf Regeln.
Fruchtsäfte - ja, aber mit Vorsicht
Orangensaft oder Apfelsaft enthalten natürliche Zucker und Vitamine, die den Körper unterstützen. Aber: Zu viel Zucker kann zu einem schnellen Blutzuckerspiegel-Anstieg führen, was zu Schwindel oder Unruhe führen kann. Trinke nur kleine Mengen - maximal 100 ml - und verdünne ihn mit Wasser. Vermeide Säfte mit Zusatzstoffen, künstlichen Aromen oder Konservierungsmitteln. Frisch gepresst ist immer besser.
Wie lange dauert es, bis sich etwas tut?
Die Wirkung von Wasser oder Tee tritt meist innerhalb von 15 bis 45 Minuten ein. Du wirst dich nicht sofort "normal" fühlen - aber die Angst, das Zittern, der Druck im Kopf: Das lässt nach. Der Körper braucht Zeit, um THC abzubauen. Die meisten akuten Symptome klingen innerhalb von 2 bis 4 Stunden ab. Wenn du nach 5 Stunden immer noch starke Symptome hast - Schweißausbrüche, Herzrasen, Verwirrtheit - suche medizinische Hilfe. Das ist selten, aber möglich.
Was hilft neben dem Trinken?
Trinken allein reicht nicht immer. Kombiniere es mit:
- Einem ruhigen, dunklen Raum - kein Lärm, kein blauweißes Licht von Handys
- Langsames, tiefes Atmen - 4 Sekunden einatmen, 6 Sekunden ausatmen, 5 Mal wiederholen
- Einem kühlen Waschlappen auf der Stirn
- Einem Gespräch mit jemandem, der dich kennt und dich nicht beurteilt
Manche Menschen berichten, dass kalte Duschen helfen - aber nur, wenn du dich nicht zu stark verängstigt fühlst. Bei Panik kann eine kalte Dusche das Gegenteil bewirken.
Wie vermeidest du es, zu hoch zu werden?
Die beste Strategie ist Prävention. Wenn du neu bist: Starte mit 2-5 mg THC, warte mindestens 90 Minuten, bevor du mehr nimmst. Rauchen wirkt schneller - aber Essen oder Trinken mit THC kann bis zu 3 Stunden brauchen, um zu wirken. Viele Menschen nehmen zu viel, weil sie denken: "Es wirkt nicht." Es wirkt - nur später. Und wenn du einmal zu hoch warst, weißt du jetzt: Wasser, Tee, Ruhe. Das ist alles, was du brauchst.
Wann solltest du einen Arzt aufsuchen?
Die meisten Fälle von zu hohen Cannabis-Wirkungen sind unangenehm, aber harmlos. Du brauchst medizinische Hilfe, wenn:
- Dein Herzschlag über 120 Schläge pro Minute bleibt
- Du Atemnot oder Brustschmerzen hast
- Du dich nicht mehr orientieren kannst - weißt nicht, wo du bist, wer du bist
- Du Halluzinationen hast, die dich erschrecken und nicht verschwinden
Diese Symptome sind selten, aber sie passieren. Und in solchen Fällen ist es kein Zeichen von Schwäche, Hilfe zu suchen - es ist klug.
Wenn du dich einmal zu hoch gefühlt hast, weißt du jetzt: Es ist vorübergehend. Du wirst nicht sterben. Du wirst nicht verrückt werden. Und mit einem Glas Wasser, ein paar tiefen Atemzügen und ein bisschen Geduld - du wirst dich wieder normal fühlen.
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